Zwingt Dich die aktuelle Corona-Krise zu drastischen Maßnahmen?

Musst Du Deinen Arbeitsplatz von heute auf morgen ins HomeOffice verlegen?

Und kein Plan, wie, was, wann, wo?

 

Du fühlst Dich überrumpelt und weißt nicht wirklich, wie Du Dein HomeOffice auf die Schnelle zu Hause einrichten sollst?

Meine 5 Quick-Tipps zum Schnellstart aus über 10jähriger Erfahrung im HomeOffice erleichtern Dir den Umzug und zeigen Dir, wie Du auch zu Hause gut zurechtkommst.

⇒ Tipps für entspanntes HomeOffice mit Kids findest Du in meinem Blogbeitrag “In 5 Schritten zu stressfeiem Home-Office mit Kids”

 

#1 Einen Arbeitsplatz einrichten

Erste Frage auf die Schnelle: ‚Wo soll ich zu Hause arbeiten?‘

Mit einem Laptop ja an und für sich kein Problem. Die naheliegende Antwort ist der Esszimmertisch. Alternativ bequem auf dem Sofa.

Also, sofort loslegen kein Problem!

Jedoch wirst Du relativ schnell bemerken, dass Deine Arbeit ständig von anderen Menschen oder Dingen, die Du nebenbei erledigen könntest unterbrochen wird. Wichtig für Deine Produktivität ist es, dass Du Dir einen Platz suchst, der vom üblichen Alltag getrennt ist.

 

Der geeignete Arbeitsplatz bietet Dir folgendes:

∗ ausreichend Platz für Dein Laptop und für Unterlagen

∗ Internet- und Telefonanschluss falls nötig

∗ eine Tür, um ungestört arbeiten zu können

∗ gute Lichtverhältnisse

∗ die Möglichkeit, während einer Pause oder nach Feierabend, alles an Ort und Stelle zu belassen

∗ optional für eine gute Arbeitsatmosphäre kannst Du ein Bild oder eine Pflanze aufstellen

 

Deine Vorteile:

Eine räumliche Trennung zwischen Arbeitsplatz und Zuhause bietet Dir nicht nur den Vorteil, dass Du während des Arbeitens nicht durch alltägliche Dinge abgelenkt wirst, sondern unterstützt auch Deine Work-Life Balance. Du kannst Dich in Deinen Pausen bewusst von der Arbeit lösen und nach Feierabend die Arbeit hinter Dir lassen. Deine mentale Gesundheit dankt Dir dafür.

 

#2 Deine Einstellung

Einstellung und HomeOffice?

Jetzt kommen wir ganz schön vom Schnellstart ab. Was bitte hat Einstellung mit dem Arbeiten im HomeOffice zu tun? Eine ganze Menge!

Auch wenn Du es Dir nicht ausgesucht hast, von zu Hause aus zu arbeiten, solltest Du Dich schnell mit dem Gedanken befassen und eine positive Einstellung dazu entwickeln. Das Arbeiten von zu Hause bedarf nämlich mehr als nur optimales Equipment und ausreichend Platz.

 

Deine positive Einstellung hilft Dir:

∗ Dich täglich zu motivieren

∗ Freiräume für Dich zu schaffen

∗ effektiv zu arbeiten

∗ ohne persönliche Kontakte klar zu kommen

∗ auftretende Probleme zu lösen

∗ das Beste für Dich selbst rauszuholen

 

Aus dem HomeOffice zu arbeiten ist nicht immer nur cool. Du wirst schnell merken, dass Dich Kleinigkeiten aus dem Konzept bringen und Deine Effektivität beeinflussen können. Nicht immer klappt alles reibungslos und gängige Arbeiten benötigen plötzlich mehr Zeit als früher im Büro. Irgendwann hast Du das Gefühl, andauernd zu arbeiten, ständig erreichbar zu sein oder weniger zu schaffen. Pausen verschmelzen mit Arbeitszeiten, statt Feierabend wird schnell noch eine Mail erledigt.

Das ist frustrierend!

Eine positive Einstellung ist umso wichtiger, um die Motivation und die Effektivität nicht aus den Augen zu verlieren.

 

#3 Grenzen

Ablenkungen warten an jeder Ecke.

Viele Menschen aus Deinem Umfeld denken, Du hast ja jetzt Zeit, Du arbeitest ja von zu Hause…. da kann man ja schnell mal anrufen, etwas vorbeibringen… oder Du kannst ja auch kurz eine Besorgung machen oder Deine Mutter zum Arzt fahren.

Dein Arbeitgeber denkt ähnlich.

Wenn er um 12.30 Uhr dringend die Kalkulation für einen Kunden benötigt oder um 17.00 Uhr noch das Angebot für den Großkunden fertig machen will.

Alle werden Dich anrufen oder anschreiben und um diesen oder jenen klitzekleinen Gefallen bitten. Und schon wieder verschwimmt Deine Arbeitszeit mit Deinem Privatleben und verlängert sich unnötig.

 

Deshalb ist es essentiell wichtig Grenzen zu setzten!

 

Grenzen

∗ Überlege Dir genau wo Deine Grenzen liegen

∗ Setze deine Grenzen bewusst

∗ Mach Deine Grenzen sichtbar

∗ Halte Dich selbst an Deine Grenzen

 

Grenzen können sein:

∗ feste Arbeitszeiten und Pausen

∗ festgelegter Arbeitsbeginn und -ende

∗ keine privaten Erledigungen oder Telefonate in der Arbeitszeit

∗ keine Erledigung von Arbeitsaufgaben in den Pausen, vor oder nach der Arbeit

∗ keine Benachrichtigungen privater sozialer Medien während der Arbeitszeit

∗ keine Erreichbarkeit durch den Chef, Kollegen oder Kunden in der Freizeit

∗ setzte selbst bewusst Grenzen, für ein effizientes HomeOffice und eine gute Work-Life-Balance

 

#4 Routinen

Das Rad immer wieder neu zu erfinden ist aufwendig.

Heute starte ich erst nach dem Joggen mit der Arbeit. Morgen mach ich eine ganz lange Mittagspause. Shit! Das kollidiert mit dem Online Workshop um 14.00 Uhr.

Termine und Deadlines lösen sich durch höhere Flexibilität nicht in Luft auf. Auch fällt es zunehmend schwer, sich ohne Routinen zu motivieren. Es gibt immer was Wichtigeres oder Interessanteres, was man schnell noch vor dem Arbeiten oder in der Mittagspause erledigen könnte. Rasch gerät man dadurch unter Zeitdruck und in Stresssituationen, die sich durch Routinen vermeiden lassen.

Überlege Dir eigene Routinen für ein entspanntes Arbeiten im HomeOffice.

 

Nimm die folgenden Routinen als Anregung:

∗ Ankleiden: zieh dich an, als ob Du zur Arbeit gehst

∗ Morgenroutine: behalte Deine bisherige Morgenroutine bei und frühstücke bevor Du Dich an Deinen Home-Arbeitsplatz setzt

∗ Arbeits-Zeitplan: Lege fixe Arbeitszeiten fest und kommuniziere diese an Deinen Arbeitgeber, Deine Kollegen und Dein privates Umfeld. Dazu gehört ein fester Arbeitsbeginn, -ende und Pausen

∗ Arbeits-Ablaufplan: Es kann effizient sein, täglich wiederkehrende Arbeiten auf die gleiche Arbeitszeit zu legen. Z.B. kannst Du Deinen Arbeitstag immer damit beginnen, Deine E-Mails zu lesen und nach Prioritäten abzuarbeiten

 

Mit Routinen fällt Dir der Arbeitsalltag im HomeOffice leichter. Abläufe verselbständigen sich. Arbeitsprozesse lassen sich effektiv erledigen und Du musst Deine Arbeitsgestaltung nicht jeden Tag aufs Neue planen oder durchdenken.

 

#5 To Do Listen

To Do Listen sind in vielen Lebenslagen sinnvoll und hilfreich. Vielleicht gehörst Du aber eher zu den spontanen Menschen, die nicht alles planen und strukturieren wollen.

 

Für das Arbeiten im HomeOffice ist Struktur und Organisation das A und O!

 

To Do Listen helfen Dir:

∗ den Überblick über Deine Aufgaben zu behalten

∗ Dich und Deine Arbeitsweise zu strukturieren

∗ Prioritäten zu setzten

∗ Arbeitsaufwand und -zeit einzuschätzen

∗ erledigte Aufgaben aus dem ‚To Do Gedächtnis‘ zu streichen

∗  effizient zu arbeiten

∗  nichts zu vergessen

∗  Termine sinnvoll zu planen

 

Leg Dir Deine eigene To Do Liste an. Das kannst Du handschriftlich auf einem Blatt Papier machen, in die Notizfunktion Deines Smartphones eingeben oder dafür ein entsprechendes Tool auf Deinem Laptop nutzen. Vergiss nicht, erledigte Dinge abzuhaken. Denn das fühlt sich soooo gut an! Und Dein ‚Merkzentrum‘ wird es Dir danken.

Tipp: To Do Listen können auch Deine Motivation fördern.

 

Welcher Tipp eignet sich für Deinen Schnellstart am besten? Teile Deine Erkenntnisse mit mir in den Kommentaren.

 

Damit Du nach dem Schnellstart keine Bruchlandung hinlegst, hier noch ein paar Tricks fürs HomeOffice:

 

# zusätzliche Tipps

 

∗ Soziale Kontakte

Austausch und Unterstützung sind wichtig. Vereinbare deshalb regelmäßig Telefonate oder virtuelle Treffen mit Deinen Kolleg*innen. Du kannst Dich mit Ihnen austauschen und so das gegenseitige Verständnis fördern. Außerdem hilft es gegen das gelegentliche Aufkeimen von Einsamkeit im HomeOffice.

 

∗ Erreichbarkeit bewusst einschränken

Plane bewusst Zeiten während des Arbeitens, an denen Du für Deinen Arbeitgeber, Deine Kollegen und Kunden nicht erreichbar bist. Das fördert die Produktivität. Du kannst Dich in dieser Zeit konzentriert an eine Aufgabe setzten und ein effektives Ergebnis erzielen.

 

∗ Produktivität

Jeder Mensch hat einen eigenen Tagesrhythmus. Die einen sind Frühaufsteher, die anderen Morgenmuffel. Plane Deine Arbeitszeit nach Deiner Produktivität sofern Dein Arbeitgeber dies zulässt und kommuniziere dies. Deine Arbeit wird Dir in deiner Produktivphase viel leichter von der Hand gehen.

 

 

Wie Du siehst, schüttelt man „HomeOffice-Work“ nicht einfach so aus dem Ärmel. Ein wenig Planung und logisches Denken ist schon notwendig.

Mit meinen Quick-Tipps gelingt Dir der Schnelleinstieg für effektives Arbeiten in entspannter ‚HomeOffice-Atmosphäre‘. Produktivität – Selbstmanagement – Work-Life-Balance.

 

Nicht vergessen:

Jeder Tag verläuft anders. Schwierigkeiten und Probleme gehören ebenso zum HomeOffice wie Produktivität und Erfolg.

 

Schreib mir, welche Quick-Start-Tipps Dich umgehauen haben.

 

Oder kommentiere, was für Dich völliger Bullshit ist und Dir nicht wirklich hilft.

 

Heike